Wer kennt sie nicht, wenn auch die meisten nur von aussen, die kleine…

Wer kennt sie nicht, wenn auch die meisten nur von aussen, die kleine Handlung am Residenzplatz.

In diesem Gebäude befand sich schon seit 1592 eine Kramer-Handlung.

Der Namensgeber Anton Gerstl war Kramer in Landshut. Nach seinem Tod übernahm Sohn Gustav die Handlung und expandierte nach Passau und nahm den Namen mit. Gustav übernahm seinerzeit die Joseph Pummerer'ische Handlung am Residenzplatz.

Großvater Pommerer Valentin war neben Andreas Kühbacher einer der bekanntesten Spezereien-Händler und weit über die Grenzen bekannt.

Der aus Löblich in der Steirmark stammende Pummerer Joachim, Urgroßvater des Joseph, hatte hier die Spezereien-Handlung seines Schwiegervaters durch Heirat zu Beginn des 19. Jahrhunderts übernommen.

Der Pummerer'ische Schwiegervater Rotbauer und seine Vorfahren hatten ebenfalls eine Spezereienhandlung in diesem Haus. Sie kamen zu Beginn des 17. Jahrhundert aus dem Markte Tittling.

Wissenswertes nebenbei:

An der Stelle, wo heute die neue Residenz steht, war früher eine Häuserzeile. Diese hieß früher "an der Chram". Das hat nichts mit dem Kramer wie wir ihn kennen zu tun, aber von hier stammt der Familienname Kramer ab. An der Chram bedeutet "an der Kirche, am Tempel". Der aus den Chramhäusern stammende war der Chramer.

#bayerwaldforschung

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