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Vielen Dank für das Interesse an meinen Beiträgen und den mittlerweile über 1000 Followern meiner Seite.
Für alle die etwas mehr über diesen Fall wissen möchten, schreibe ich noch ein paar Details der Ermittlungen.
NACHTRAG ZUM BEITRAG "DAS TOTE KIND VON WOLLABERG"
Wie geschrieben, fand die Geburt in der Nacht vom 31.03 auf den 01.04.1870 statt. Als die 14. jährige Caroline morgens aufstand, sah sie die angelehnte Stubentüre und warf einen Blick durch diesen Spalt. Sie gab an, dass sie einen großen Blutfleck am Boden neben dem Stuhl sah, der unmöglich von einer Periode stammen konnte, dafür war das Blut viel zu viel. Als sie durch den Türspalt sich im Raum weiter umsah, bemerkte sie ein kleines, in ein grünes Handtuch gewickeltes Päckchen, an dessen Ende kleine Füßchen rausschauten, daran konnte sie sogar kleine Zehen erkennen. Das Päckchen lag im Backofenrohr des Holzofens. Was es war und ob es noch lebte konnte sie nicht sagen. Ein dritte Person konnte sie nicht sehen. Die mit Blut verschmutzte Wäsche wurde später in einer Truhe gefunden.
Der hiesige Arzt wurde ebenso vernommen, da er Barbara S. im April zweimal untersuchte. Die erste Untersuchung fand am 07.04, die weitere am 13.04.1870 statt. Seiner Aussage nach, konnte er durch seine Untersuchungen, die er bis in Detail nannte, ausschließen, dass es sich um eine periodische noch krankheitsbedingte Blutung handelte. Er gab an, dass es einer Wochenbettblutung ähnlich ist. So wurde der Mutter die Geburt ihres Kindes nachgewiesen.
Weitere Details nannten auch die Handwerker, die mit der Renovierung der Pfarrkirche beauftragt wurden. Nachdem der Maurer das leblose Kind am 20.04 unter einem Erdhaufen aufgefunden hatte, gab der Maler an, dass am 13.04. kein Erdhaufen an dieser Stelle gewesen sein. Dieser wäre ihm aufgefallen, da er diesen Weg entlang ging.
Die Mutter wurde freigesprochen, da der vermutliche Vater das Kind mit Schlägen auf den Kopf tötete. Durch die Obduktion des Säuglings, konnte ein Bruch der hinteren Schädelknochen festgestellt werden, der eine Verletzung im Kopf auslöste. Diese Blutung des Gehirns konnte festgestellt werden. Diese Verletzung war auch die Todesursache, an der der neugeborene Junge schrecklichst verstarb.
#bayerwaldforschung