In alten Zeiten gehörte der Wacholder zu den dunklen Todesbäumen. Man…
In alten Zeiten gehörte der Wacholder zu den dunklen Todesbäumen. Man glaubte, dass sich die Seelen der Verstorbenen in den Bäumen versteckt hielten und unter bestimmten Umständen sogar wieder ins Leben zurückkehren konnten. Demnach ist er ein „Wachhalter“, ein Lebendighalter, der die Sterbenden am Leben erhalten kann.
In den schweren Zeiten als die schwarze Pest wütete, galt der Wacholder als wichtiges Mittel um vor Ansteckung zu schützen. Sein Holz galt damals auch als magisches Zauberholz, mit dem man die bösen Geister vertreiben konnte. Man hat damit auf den Dorfplätzen Notfeuer aus Wacholderholz angezündet und mit dem glühenden Holz räucherte man die Krankenstuben aus. Heute weiß man, dass der Wacholder eine stark desinfizierende Wirkung hat und diese Bräuche nicht sinnlos waren.
#bayerwaldforschung