Die ehemalige Einöde Grögöd und die Einöde Kühberg (Khirperg) sind…
Die ehemalige Einöde Grögöd und die Einöde Kühberg (Khirperg) sind mitunter genau so alt wie das Schloss Kollersberg und der dazugehörige Wirtschaftshof des Schlosses, die Curie de Khirpach (Kappelgarten) und das Dorf Ratzing. Sie waren im Besitz der Grafen von Hals ehe das Buchleitner-Geschlecht sie erwarben. Mitte des 18. Jahrhunderts erwarb der Passauer Bischof Kardinal Joseph Graf von Lamberg die Buchleitner'ischen Lehen, wovon Bischof Kardinal Leopold Graf von Firmian später profitierte. Denn in den Wäldern des hinter Grögöd gelegenen Kühbergs war des Kardinals Jagdrevier. Der Zehentbauernhof lag in Oberötzdorf und die Bauern mussten ihren Zehent (10% der Ernte) eigenhändig dort hin schaffen. Zusätzlich mussten sie der Kirche 30 Tage im Jahr Robot (entgeldfreie Arbeit) leisten. Meist wenn der Bauer selbst die Felder bestellen oder die Ernte einbringen musste. Durch das rauhe in Klima in Grögöd und der daraus gewonnenen schlechten Ernten wurden sie jedoch zeitweise von den Abgaben befreit, da die Bauern sonst die beide Höfe nicht mehr halten hätten können.
Der dritte Hof, das Kurzböck-Anwesen, entstand im 18. Jahrhundert aus dem Austragshaus des Riepel (Sendermann).
Grögöd gehörte bis zur Gebietsreform zur politischen Gemeinde Oberötzdorf.
#bayerwaldforschung