Die Drahtseilbahn war ein herausragendes und entscheidendes Element in…
Die Drahtseilbahn war ein herausragendes und entscheidendes Element in der jüngeren Geschichte von Diendorf und der Granitindustrie der Region.
Errichtet wurde diese beeindruckende technische Anlage zwischen 1920 und 1925. Ihr primärer Zweck war der effiziente Transport von Granitblöcken aus dem Steinbruch in Klingerreuth (bei Wotzdorf) zum Bahnhof Oberdiendorf. Dort konnten die massiven Gesteinsquader auf die erst 1904 eröffnete Bahnstrecke Passau-Voglau–Hauzenberg verladen und weitertransportiert werden.
Mit einer Länge von 1563 Metern stellte die Seilbahn eine beachtliche ingenieurtechnische Leistung ihrer Zeit dar. Sie revolutionierte den Granittransport in der Gegend, indem sie die mühsame und langwierige Beförderung mittels Fuhrwerken ersetzte und die Förderkapazitäten erheblich steigerte.
Die Drahtseilbahn war ein vitaler Bestandteil der lokalen Wirtschaft, die maßgeblich vom Granitabbau profitierte. Ihre Bedeutung schwand jedoch nach dem Zweiten Weltkrieg, und sie wurde zwischen 1945 und 1950 stillgelegt und anschließend abgebaut.
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