Der "Boandlkramer" hatte beim Ausbruch der Zweiten großen Pestepidemie…

Der "Boandlkramer" hatte beim Ausbruch der Zweiten großen Pestepidemie bei uns 1634 viel zu tun. Ca. 20% der damaligen Bevölkerung erlag der Krankheit. Bei der ersten großen Epidemie 1348, dem ein Erdbeben vorausging, verschwand mehr als die Hälfte der Bevölkerung, im noch dünn besiedelten Passauer Land. Freiwillige sammelten die Toten ein und begruben sie außerhalb der Dörfer in Massengräbern, Scharlatane fuhren umher und verkauften den totkranken unnützes Zeug. Dabei waren sie der eigentliche Grund warum die Pest eine so große Reichweite hatte. Sie zogen von Dorf zu Dorf und schleppten unwissentlich den Erreger mit ein. Aber schnell wurden die Schuldigen ausfindig gemacht. Der jüdischen Bevölkerung wurde der Schuh angezogen. Die "Brunnenvergifter" wurden bestraft, gefoltert und dafür, natürlich zu unrecht, ermordet,

Heute stirbt keiner mehr an der Pest. Der Erreger ist aber immer noch da (Nagerpest ca. 20 Fälle jährlich in Bayern). Ab und zu springt sie auch noch auf den Menschen über, aber mit antibiotischer Behandlung wurde dem Schwarzen Tod längst der Schrecken genommen.

#bayerwaldforschung #pest

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