Der alte Brauch des Klöpfelsingens hat sich in unserer niederbayerischen…

Der alte Brauch des Klöpfelsingens hat sich in unserer niederbayerischen Heimat kaum noch erhalten. An den Donnerstagabenden im Advent klöpfelten vermummte Buben und Mädel die Türen und Fenster der Häuser ab, sangen ihr Lied und bekammen dafür Kletzenbrot, G'selchtes, Kuchen und Krapfen, die man ihnen auf ihre Klöpfelstäbe steckte.

Den Start für die Anklopfnächte machte die Andreasnacht am 30. November.

Das Anklöpfeln in den Klöpfelnächten ist seit Mitte des 15. Jahrhunderts aus Losbüchern belegt, dort jedoch noch als weltlicher Brauch dokumentiert, der nicht auf das christliche Weihnachtsgeschehen bezogen war. Vielmehr wollte man mit diesem Orakelbrauch die Zukunft erforschen, indem man z. B. zur richtigen Stunde an Stallwände klopfte, um die Haustiere von den Toten des kommenden Jahres reden zu hören.

Bis in unsere Zeit haben sich im Wesentlichen vier Elemente im Anklöpfelbrauchtum gehalten: Glück- und Segenwünsche (Jahreswechsel, gute Ernte), das Heischen bzw. das Bitten um Beschenkung und Bewirtung, die Anlehnung an das Weihnachtsgeschehen und an manchen Orten das Aufsagen von Versen.

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