Das Goldene Rössl zählt zu den kostbarsten Kunstwerken Europas…

Das Goldene Rössl zählt zu den kostbarsten Kunstwerken Europas. Entstanden im Jahr 1404 in Paris, ließ es die französische Königin Isabeau de Bavière als prachtvolle Neujahrsgabe für König Karl VI. anfertigen. Über die Wittelsbacher gelangte das filigrane Altärchen schließlich nach Bayern und wurde 1509 in den Kirchenschatz von Altötting aufgenommen, wo es bis heute bewahrt wird.

Im Bayerischen Wald erzählte man sich später – besonders zwischen etwa 1850 und dem Ende des Zweiten Weltkriegs – eine stille Weihnachtslegende: dass das Goldene Rössl in den langen Winternächten als unsichtbarer Gabenbringer von Haus zu Haus ziehe und kleine Zeichen der Hoffnung hinterlasse. So verband sich die höfische Geschichte des Kunstwerks mit der warmen Volksfrömmigkeit des Waldlands und wurde Teil jener besonderen Weihnachtsstimmung, die bis heute nachklingt.

#bayerwaldforschung

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