Das Gelände des heutigen Bschüttparks in Passau blickt auf eine…

Das Gelände des heutigen Bschüttparks in Passau blickt auf eine vielschichtige Geschichte zurück. Ursprünglich befand sich hier ab den 1920er Jahren eine städtische Badeanstalt, die über Jahrzehnte hinweg als beliebtes Freibad diente – mit Schwimmbecken, Liegewiesen und direktem Zugang zur Ilz.

Ab 1945 wurde das Areal vorübergehend zweckentfremdet: In der unmittelbaren Nachkriegszeit entstanden dort einfache Holzbaracken, die als Notunterkünfte für Flüchtlinge und Vertriebene dienten. Die Stadt Passau richtete das Lager im Auftrag der amerikanischen Militärverwaltung ein, um die große Zahl heimatloser Menschen aus dem Osten Europas aufzunehmen. Die Bedingungen waren beengt und schlicht, doch das Lager spielte eine wichtige Rolle als Durchgangsstation und Zufluchtsort.

Erst später wurde das Freibad wiederhergestellt und bis in die 1990er Jahre betrieben. Nach dessen Schließung entstand daraus der heutige Bschüttpark – ein weitläufiger Freizeitbereich mit Spiel- und Sportflächen, der die wechselvolle Geschichte des Ortes kaum mehr erkennen lässt.

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