Bayern und somit auch das durch die Säkularisation eingegliederte Bistum…
Bayern und somit auch das durch die Säkularisation eingegliederte Bistum Passau, war das erste Land der Welt, das 1807 die allgemeine Impfpflicht für Pocken einführte.
Da bemerkt wurde, dass eine Impfung nicht reichte, wurde 1827 eine zweite und 1837 eine dritte Impfung mit Kuhpocken verabreicht. Das Haus der Infizierten wurde unter Quarantäne gestellt und mit einem sichtbaren Schild von aussen gekennzeichnet.
Die Geistlichen halfen den Ärzten und sammelten die Eltern mitsamt Kindern in den Pfarrhöfen um die Impfung zu verabreichen.
Bis 1980 wurde gegen die Pocken geimpft. Anders als heute wurde der Impfstoff nicht mit einer Spritze, sondern durch das Einritzen in die Haut am Oberarm verabreicht. Das löste eine gewollte Infektion aus, die den Körper dazu anregte, Antikörper gegen die Pocken zu bilden. Nach dem Abschwellen blieben in der Regel zwei ovale Narben zurück.